Erneute Anschläge – Nigeria zittert
| geschrieben von | am 22.01.2012 | Alle Kommentare lesen |
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Zeugen in Krankenhäusern der nigerianischen Stadt Kano berichteten, dass die Zahl der Toten einen Tag nach den Bombenanschlägen auf mindestens 165 gestiegen sei. Ein Mitarbeiter einer Leichenhalle berichtete von mehr als 160 Leichen. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Toten in den folgenden Tagen noch ansteigen wird.
Angegriffen wurden bei der Anschlagsserie das Polizeihauptquartier sowie drei weitere Polizeistationen in der zweitgrößten Stadt Nigeria. Nach den Bombenexplosionen soll es zu Feuerüberfällen auf Polizisten gekommen sein, welche zurückgeschossen hätten, teilte ein Vertreter der städtischen Sicherheitskräfte mit.
Daraufhin seien Blockaden errichtet und am frühen Freitagabend eine 24-stündige Ausgangssperre über Kano verhängt worden. Zu den Anschlägen bekannte sich die radikale islamische Sekte Boko Haram, welche bei den Anschlägen für Vergeltung spricht. Angeblich habe die Regierung sich geweigert, inhaftierte Mitglieder von Boko Hara freizulassen. Falls sich die Opferzahlen bestätigen sollte, wären dies die folgenschwersten Anschläge der Terrorgruppe. Erst am vergangenen Weihnachten tötete Boko Haram bei Bombenanschlägen auf Kirchen mehr als 50 Menschen.
Bestätigen sich die Opferzahlen, wären dies die bislang folgenschwerste Anschläge der Terrorgruppe. Boko Haram hatte erst an Weihnachten bei mehreren Bombenattacken auf Kirchen insgesamt mehr als 50 Menschen getötet.
Über die islamistische Terrororganisation ist nicht viel bekannt. Die Gruppe hatte ihre Basis im Norden Nigerias. Übersetzt bedeutet „Boko Haram“ so viel wie „Westliche Bildung ist eine Sünde“. Boko Haram fordert die Einführung des islamischen Rechts, der Scharia, im ganzen Land und geißelt den wachsenden Einfluss des Westens in Nigeria. Christen nennen es eine "Kriegserklärung" seitens der Islamisten.
Quelle: sueddeutsche.de
Bildquelle: s.media / pixelio.de










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(23.01.2012 - 16:07)